Aruba mit Kindern - den Winter zum Sommer machen

12 Tage haben wir auf Aruba verbracht - ein perfektes Ziel für unseren Familienurlaub.

Einmal in 2017 noch im Meer planschen. Sonne tanken. In der Hitze schwitzen während sich andere mental schon auf Weihnachten vorbereiten. Das war mein Ziel als wir gleich am ersten Tag der Herbstferien in einen Flieger nach Aruba stiegen.

Wie gut mein Plan am Ende tatsächlich aufgehen würde, das sollte mich dann doch überraschen.

Die Herbstferien in Deutschland fallen auf Aruba in die Nebensaison. Das heißt: Urlaub zu dieser Zeit ist erschwinglicher als es das wenige Wochen später sein würde - zur Hauptsaison im tiefen, deutschen Winter. Eine optimale Reisezeit für Familien also.

12 Tage lang quartierten wir uns im Holiday Inn Resort Aruba ein. Ein sehr familienfreundliches Hotel, das mir aufgrund seiner Social Media Aktivitäten schon lange vor unserer Reise aufgefallen war. Die großen Pools und die Lage direkt am Meer überzeugten mich und die Kinder freuten sich schon Wochen zuvor auf das, was sie beim scrollen auf Instagram von Aruba und dem Hotel gesehen hatten. Tatsächlich hatte auch unser Zimmer Meerblick - genauer gesagt konnten wir sowohl den Sonnenaufgang verfolgen als auch den Sonnenuntergang. Von hier aus starteten wir unsere Ausflüge und erkundeten die Insel. Ganz untypisch für mich: nur 2 Tage lang nutzten wir einen Mietwagen. Für die Dauer der restlichen Tage pickten wir uns gezielt Ausflüge heraus oder relaxten am Pool und am Meer. Auch wenn die Insel recht klein ist, Langeweile sollte bei uns nicht aufkommen!

Hier sind meine Tipps für einen Urlaub auf Aruba mit Kindern:

Jeep Safari über die Insel

Normalerweise fahre ich ja gerne selbst über Stock und Stein. Aber als der gelb gestreifte Jeep uns am Hotel abholte, zweifelte ich keine Sekunde, dass das eine spaßige Tour werden würde! Fahrer Alex, ein Ex-Marine, machte das schon bei der temperamentvollen Hotelvorfahrt klar. Tatsächlich sollte die Jeep Safari eines der absoluten Highlights unseres Aufenthalts werden, gerade für die Kinder! Denn wenn ein Ex-Marine hinter dem Steuer sitzt, seid sicher: ihr wisst am Ende des Tages was ihr getan habt! Dieser Ausflug schaukelte uns so durch wie noch nie zuvor und ich erlebte Momente, an denen ich vor lauter Fahrspaß hysterisch lachen musste. In den ruhigeren Minuten fragte ich mich, wie die Reifen diese Fahrt bloß aushalten konnten, ohne den Geist aufzugeben! Auf der Jeep Safari mit De Palm Tours ging es aber nicht 'nur' über Stock und Stein - sie führte uns auch entlang vieler Sehenswürdigkeiten der Insel: den Arikok Nationalpark, den California Leuchtturm, die Natural Bridge und den Natural Pool, in dem wir sogar schwimmen und schnorcheln konnten! Weitere Informationen: http://www.depalmtours.com/natural-pool-land-rover-adventure/

Action und Spaß auf De Palm Island

Ein Tag auf de Palm Island ist ein wenig wie 'Urlaub vom Urlaub'. De Palm Island ist eine All-Inclusive Privatinsel, deren Zugang man sich in Form von Halbtages- oder Ganztagestickets erkaufen kann. Mit einer Fähre geht es dann rüber auf die Insel auf der zwischen Hardcore Relaxen - NEID - und Action alles möglich ist. Frühstücksbuffet bzw alle Speisen und Getränke sowie die meisten Aktivitäten sind im Eintrittspreis enthalten. Dazu zählt unbegrenztes Bananenbootfahren, Fahrten mit einer 150 Meter langen Zipline, ein großer Wasserspielplatz und auch das Leihen einer Schnorchelausrüstung ist inklusive. Außer einem Handtuch müssen Urlauber somit nichts mitbringen. Durch die Lage etwas weiter draußen im Meer schnorchelten wir direkt am Korallenriff und sahen zum ersten Mal während unseres Aufenthaltes auf Aruba die dank 'Dori' aus 'Findet Nemo' quasi weltberühmten blauen Papageienfische. Kleiner Tipp: im Souvenirshop der Insel gibt es (gutes) Fischfutter zu kaufen. Das zu verfüttern hat den Kindern sehr viel Spaß gemacht!

Weitere Informationen: http://www.depalmisland.com/


Ein Spaziergang auf dem Meeresboden

Völlig unerwartet ergriffen wir auf de Palm Island auch die Chance, dem eigentlichen Tauchen sehr nahe zu kommen. 'Seatrek' bietet eine einzigartige Möglichkeit, auch ohne Tauchausrüstung unter Wasser atmen zu können und auf dem Meeresboden herumzulaufen. Mein 9jähriger hatte plötzlich riesiges Interesse daran, sonst hätte ich diese Aktivität eventuell übersehen. Bevor er es sich anders überlegen konnte, hatten wir einen großen Helm auf dem Kopf über den wir Luft bekamen und spazierten auf dem Grund des Meeres in 5 Metern Tiefe lang! Das ist vor allem für Kinder eine fantastische Möglichkeit, das Meer und seine Bewohner einmal ganz anders zu erleben. Dieser 'Tauchgang' sollte meinen 9jährigen noch zu einer weiteren Aktivität inspirieren... http://www.depalmtours.com/sea-trek

Bubblemaker - der erste Tauchkurs für Kinder

Aruba ist eine der schönsten Tauchdestinationen überhaupt. Da ich aber mit zwei Kindern reiste, hatte ich das Thema Tauchen irgendwie nicht auf dem Schirm. Inspiriert aber von unserem spontanen 'Seatrek' Abenteuer recherchierte ich, denn mein 9jähriger wollte mehr! Mehr unter Wasser atmen, mehr schnorcheln, mehr tauchen! Tatsächlich wurde ich fündig: ich buchte vor Ort einen 'BubblemakerKurs' bei Red Sail Aruba! Das ist die erste, offizielle Möglichkeit für Kinder unter 10 Jahren mit einer Tauchausrüstung - im Pool - zu tauchen. Die Tauchlehrerin und ich hatten Mühe, das Kind danach wieder aus dem Wasser raus zu bekommen. Aruba wird uns schon allein wegen dieses besonderen Erlebnisses für immer in Erinnerung bleiben! Und wir haben fest vor, diese Taucherfahrung gemeinsam auszubauen. http://www.aruba-redsail.com/bubblemaker.shtml

Schnorchelausflug zum Schiffswrack

Wer Urlaub im Paradies macht, möchte sicherlich so viel Zeit wie möglich am und im türkisfarbenen Meer verbringen. Die Sicht unter Wasser ist schlicht gigantisch! Auch wir hatten jetzt erst richtig Lust auf weitere Unterwasser-Ausflüge und so buchte ich eine KatamaranTour, die uns zu drei tollen Schnorchelspots brachte. Und so schnorchelten die Jungs zum ersten Mal über einem riesigen Schiffswrack, der 'Antilla'. Auf Aruba gibt es unzählige buchbare Bootsausflüge. Ich suchte einen der familienfreundlicheren über 'De Palm Tours' heraus und sollte nicht enttäuscht werden. Es war herrlich entspannt und das schnorcheln wurde erst dann weniger interessant als die Kinder merkten, sie dürfen hemmungslos vom Rand des Katamaran ins Meer springen. Weitere Informationen: http://www.depalmtours.com/palm-pleasure-snorkel-adventure/


Mit dem Kayak über das Meer

Ryan von Aruba Outdoor Adventure sorgte gleich für mehrere bleibende Erinnerungen unserer Reise. Bei ihm hatten wir einen Ganztagestrip gebucht, der uns mit Pedal-Kayaks zum Mangel Halto Riff bringen sollte sowie in die spanische Lagune. Hoteltransfer inklusive. Seine Kayaks sind sehr intuitiv zu bedienen und die Jungs kamen gut allein mit ihrem klar, auch wenn es immer mal wieder Zoff gab, wer lenkte und wer besser nicht.  An Bord der Kayaks befanden sich Schnorchelausrüstungen und Sea Scooter. Das sind Motoren, die uns etwas weiter raus ins Meer zogen und mit denen auch die Kinder schnell klar und voran kamen. Neben den Mangrovenwäldern entdeckten wir ein Wrack, super viele Fische
und machten nähere Bekanntschaft mit einem jungen Tintenfisch.  Weitere Informationen: https://www.arubaoutdooradventures.com/


Das Esel Sanctuary

Esel wurden früher auf Aruba als Transportmittel eingesetzt. Als sie nicht mehr in großer Zahl eingesetzt wurden, streunten sie frei über die Insel. Niemand kümmerte sich mehr um die Tiere. Bis eine Initiative zum Schutz der Tiere eingerichtet wurde, die sie über zwei Jahrzehnten versorgt. Über 130 Esel haben hier ein neues Zuhause gefunden. Natürlich kostet das viel Geld. So können Besucher die Tiere besuchen und vor Ort Futter kaufen, das 'Donkey Sanctuary' unterstützen. Weitere Informationen: http://main.arubandonkey.org/portal/


Die Schmetterlingsfarm

Ein Besuch auf der Schmetterlingsfarm auf Aruba entpuppte sich als weiteres Highlight. Denn kurz vor Abflug in die Ferien waren 'Schmetterlinge' Thema in der Schule. Dass mein 9jähriger jetzt die teils sehr großen Tiere nicht nur aus nächster Nähe in den Tropen beobachten, sondern sogar anfassen konnte, faszinierte ihn! Ein Guide erklärte uns sehr anschaulich die Entwicklungsstadien der Schmetterlinge. Wer hätte gedacht, dass die 'Hüllen' so schön aussehen können? Und wer, dass wir live dabei sein würden, wenn einer der Schmetterling sich aus seiner Hülle kämpft? Weitere Informationen https://www.thebutterflyfarm.com/

 

Vor unserer Abreise nach Aruba hörten wir oft die Frage: "12 Tage auf so einer kleinen Insel, wird euch da nicht langweilig?" Nun, den Jungs und ich war keine Sekunde langweilig!

Was aber noch viel schöner war: wir flogen mit einem entspannten Gefühl ab. Nicht mit einer Art Frust, dass der Urlaub schon vorbei war sondern einem Hochgefühl à la: 'Ja, es war absolut perfekt so'.

In dieses Gefühl aber zwängte sich ein weiteres mit rein: irgendwann einmal wiederzukommen um die Unterwasserwelt näher kennen zu lernen!


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