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Die MS Antilla – ein atemberaubender Anblick

Mit Milena unterwegs zum versunkenen Wrack der MS Antilla.

Ich beuge mich über die hölzerne Reling und starre in das türkisblaue Wasser.

Isabell Böck

 

Die Sonne strahlt vom karibischen Himmel herab und lässt das Meer in allen erdenklichen Blautönen leuchten. Ich nehme meine Sonnenbrille ab und blinzle – es sieht immer noch genau so türkisblau aus, wie in den Reisekatalogen.

Isabell Böck

 

So ein Blau, das kann doch gar nicht real sein, denke ich und begreife mal wieder kaum, wo ich mich gerade befinde: Auf Aruba, dem absoluten Paradies auf Erden, genauer auf dem Schiff der Jolly Pirates, mit dem wir gerade weg vom weißen Sandstrand auf das Meer hinaus segeln.

 

Unser Ziel: Die MS Antilla, ein Frachtschiff, das seit dem zweiten Weltkrieg als Wrack etwa 700 Meter vor der Küste Arubas liegt. Hier ist das Wasser im Gegensatz zu den Schnorchelparadiesen an den Küsten und Lagunen tief, und auf eigene Faust wäre es viel zu abenteuerlich, bis zur MS Antilla zu paddeln oder gar zu schwimmen. Die Wellen werden immer höher, das Wasser dunkelblauer – aber auf dem Jolly Pirates Boot herrscht keine Spur von Aufregung. Die Besatzung ist routiniert, die Touristengruppe gut gelaunt, und die ersten ziehen schon die Flossen an, die eben ausgeteilt wurden.

 

Plötzlich sind wir da, das Schiff hält an und wir werden kurz instruiert, welches Zeichen „zurück aufs Boot“ bedeutet. Nach einer kurzen Warnung, nicht zu weit von der Schnorchelgruppe zu verschwinden,  geht es los – und weil links und rechts von mir einer nach dem anderen in die blauen Wellen unter und springt, tue ich es den anderen einfach gleich.

 

Ich springe ins Wasser, tauche unter die Oberfläche und reiße meine Augen auf: Um mich herum wimmelt es von Fischen und von anderen Schnorchlern. Ich versuche mich kurz zu orientieren und mich an die Flossen an meinen Füßen zu gewöhnen, da sehe ich es vor mir, unter mir, hinter mir: Das Wrack der MS Antilla, 121 Meter lang und in der Mitte auseinandergebrochen. Ein leichter Schauer läuft mir über den Rücken, aber ich bin viel zu aufgeregt, um nicht sofort loszuschwimmen. Ich treibe über das Wrack hinweg, sehe Masten und Kajüten, alle überwuchert und schon völlig vom Meer eingenommen. Und dazwischen: Fische, so weit das Auge reicht. Kleine, große, bunte, kurze und lange, Fischschwärme und einzelne Exemplare. Es tummelt sich alles um das Wrack herum, und das Schauspiel ist einfach nur atemberaubend schön.

 

Isabell Böck

 

Ich schwimme bis zum Bug des Schiffes und bin plötzlich ganz allein. Ich kann nicht aufhören, auf diese unglaubliche Szenerie hinunterzublicken. Und plötzlich, genau an der vordersten Spitze des Wracks, entdecke ich einen Barrakuda. Als ich ihn aus der Nähe betrachten will und gerade zu ihm hinunter tauchen will, höre ich aus der Ferne die Trillerpfeife – das Zeichen, dass wir uns zurück aufs Schiff begeben sollen. Ich schenke dem faszinierenden Fisch noch einen letzten Blick und schwimme schnell zurück zu den anderen.

 

Isabell Böck

Isabell Böck

Wieder auf dem Schiff geht es weiter Richtung Küste, zu einem zweiten Schnorchelspot inmitten von Korallen, und ich kann noch gar nicht glauben, was ich da eben gesehen habe. Inmitten der Wellen abzutauchen und gigantische Schiffswrack unter mir zu sehen – ein absolut atemberaubendes Erlebnis und ein Anblick, den ich niemals vergessen werde!

 


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